Wissenschaftliches Kolloquium: Digitale Erfassung archäologischer Sammlungsbestände

Wissenschaftlerrunde, Jan Selmer
Im Juni 2007 hat das Inventarisierungsteam des Helms-Museums in Kooperation mit www.digicult.museen-sh.de zu einem "Round Table" nach Hamburg eingeladen, um sich mit Fachkollegen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum über Projekte zur DIGITALEN ERFASSUNG ARCHÄOLOGISCHER SAMMLUNGSBESTÄNDE auszutauschen und möglichst eine überregionale Zusammenarbeit zu erreichen. Trotz der sehr kurzfristigen Einladung kamen dazu am 16. und 17. Juni über 30 Wissenschaftler in Hamburg zusammen - und diese Tagung wird keine einmalige Veranstaltung bleiben: Geplant ist ein regelmäßiger Austausch, der sich nicht zuletzt in der Gründung von mehreren Arbeitsgruppen widerspiegelt, die in den kommenden Monaten ihre Arbeit aufnehmen werden.
Die Aufgabe dieser Arbeitsgruppen wird es sein, überregional anwendbare archäologische Thesauri, also systematisch geordnete Begriffssammlungen zu bestimmten Themengebieten, zu schaffen: Um eine einheitliche Erfassung der Objekte zu garantieren und auf diese Weise ihre langfristige Auffindbarkeit zu gewährleisten, ist das Hinterlegen kontrollierten Vokabulars für bestimmte Datenfelder heutzutage Standard in Museen. Während jedoch im kunst- und kulturhistorischen Bereich bereits zahlreiche überregional anerkannte Thesauri vorliegen, fehlt etwas Vergleichbares für das Fachgebiet Archäologie bisher weitgehend. Das Helms-Museum hat in Zusammenarbeit mit dem Saarländischen Museumsverband www.museumsverband-saarland.de bereits erste archäologische Vokabulare entwickelt, die aber keine auf zwei Bundesländer beschränkten "Insellösungen" bleiben sollen.