Der Domplatz und der "Mythos Hammaburg"

Das Helms-Museum führte von Juli 2005 bis Dezember 2006 eine archäologische Ausgrabung auf dem Domplatz mitten im Zentrum Hamburgs durch. Die Ausgrabung brachte eine Fülle von Erkenntnissen, die die Hamburger Siedlungsgeschichte in einem neuen Licht erscheinen lässt. Weiterhin spannend bleibt allerdings die Suche nach dem Standort der historisch belegten Hammaburg.
Das Helms-Museum konnte während dieser Zeit eine Grabungsfläche von etwa 3.500 Quadratmetern archäologisch erschliessen. Die Suche nach der frühen Geschichte der Stadt richtete sich allerdings nicht allein auf die Hammaburg. Zum einen ging es darum, dem Boden an einem der geschichtsträchtigsten Plätze Hamburgs seine letzten Geheimnisse zu entlocken, bevor 2007 die Neubebauung des Domplatzes starten sollte und alle archäologischen Spuren vernichtet hätte. Wie bei den früheren Ausgrabungskampagnen 1947-57 und 1980-87 standen auch bei dieser Grabung die Anfänge der Stadt Hamburg im Vordergrund der Untersuchungen: die Hammaburg aus dem frühen 9. Jahrhundert und der von Erzbischof Ansgar 831/32 errichtete älteste Hamburger Dom. Zum anderen sollten verschiedene Hypothesen zur Entstehungsgeschichte der Stadt Hamburg überprüft und mit zahlreichen überkommenen Vorstellungen aufgeräumt werden. Bedeutende Befunde wurden dokumentiert und wichtiges Fundmaterial gesammelt, die nun im Zusammenhang mit den Ergebnissen aller bisherigen Hamburger Altstadtgrabungen sorgfältig ausgewertet werden müssen.
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